Hannover (fe/hr/wie). Es ist eine kuriose Randnotiz der Trainersuche beim Fußball-Bundesligisten Hannover 96: Rene C. Jäggi hat dem Verein zwar abgesagt, trotzdem begannen am Dienstag die Gespräche mit den Kandidaten, auf die sich 96-Klubchef Martin Kind und Jäggi verständigt hatten. Der erste Kandidat, der sich vorstellte, war gestern Jos Luhukay, mit dem im Profiteam umstrittenen Bruno Labbadia wurde ebenfalls bereits verhandelt. Auch das Geheimnis der anderen Kandidaten scheint gelüftet: An der Spitze der Wunschliste steht Dieter Hecking von Alemannia Aachen. Ein anderer Kandidat ist nach HAZ-Informationen Robin Dutt, der in der Regionalliga Süd mit den Stuttgarter Kickers Tabellenführer ist.
Mit Luhukay kam gestern ein Niederländer zu Verhandlungen, der den Fans weitgehend unbekannt ist. Als Spieler steht bei ihm in der Rubrik „Größte Erfolge“: Aufstieg 1996 in die Oberliga Nordrhein mit dem KFC Uerdingen. Auch als Trainer ist die Laufbahn des 43-Jährigen noch übersichtlich: Zwei Jahren beim SV Straelen (1998 bis 2000) folgten zwei Jahre in Uerdingen und drei Jahre als Kotrainer beim 1. FC Köln, bei dem er in der Bundesligasaison 2003/2004 für ein Spiel Chefcoach war. In der vergangenen Saison führte er in der 2. Liga den Neuling SC Paderborn auf den 9. Platz; den Aufstieg mit dem Klub hatte jedoch Pavel Dotchev geschafft. Anfang dieser Saison hörte Luhukay nach Unstimmigkeiten mit dem Vorstand auf. Der frühere 96-Profi Danijel Stefulj hat Luhukay in Paderborn ein halbes Jahr als Trainer erlebt und sagt: „Ich habe bei ihm keine so gute Zeit gehabt. Ob er zu 96 passt, weiß ich nicht. Der Verein braucht einen Trainer mit Autorität und viel Ahnung.“ Luhukay ist übrigens auch bei Dynamo Dresden im Gespräch, am kommenden Sonnabend Pokalgegner der „Roten“. Neu auf dem Kandidatenkarussell ist der indisch-stämmige Robin Dutt. Der 41-Jährige leistet in Stuttgart gute Arbeit.
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